Intel und der BONG
Heute fiel mir die interessante Neu-Adaption des Intel-Soundlogos auf. Der Chip-Hersteller bewegt sich damit weg von der eher technisch klingenden Variante seines Audiologos zu einer sehr menschlichen Version, mit der sich die Firma - zumindest im Fernsehen - ein ganz neues Gesicht gibt: Hier singen echte Intel-Mitarbeiter den "Intel-Bong".
Bei Youtube gibt es auch einen Hintergrundbericht zu dieser Kampagne.
Funktionieren Soundlogos?
Viele große Unternehmen setzen heute auf den Einsatz eines Soundlogos als Teil ihrer Corporate Identity. Große Konzerne wie die Telekom, Intel oder Audi machen es seit Jahren vor und vor kurzem zog beispielsweise auch Mercedes mit dem Einführen eines eigenen Audiosignet nach. Doch hat ein Soundlogo wirklich einen positiven Einfluss auf die Merkfähigkeit einer Marke?
Wer sich dafür interessiert, ob und welche Soundlogos tatsächlich funktionieren, sollte einmal die Seite des RMS (Radio Marketing Service) besuchen (RMS Soundlogo-Check). Der RMS, ein Zusammeschluss mehrer Radiosender zur Vermarktung von Radiowerbezeiten, führt in regelmässigen Abständen den sogenannten Soundlogo-Check zur Überprüfung der Bekanntheit sowie der Zuordnung von Soundlogos durch.
Das folgende Diagramm veranschaulicht die Ergebnisse für die Bekanntheit der Soundlogos von "Telekom", "Audi" und "Das Örtliche":

Sowohl Bekanntheit als auch Zuordnung des Telekom-Soundlogos haben stark zugenommen, während die des Audi-Soundlogos nach einer anfänglichen Zunahme sogar wieder abnahmen. Die Bekanntheit des Soundlogos von "Das Örtliche" blieb zwar konstant, aus den RMS-Umfragen geht jedoch hervor, dass die Zuordnung des Soundlogos zur richtigen Marke von zunächst nur 27% auf 47% stieg.
Damit ein Soundlogo einen Vorteil in Sachen Wiedererkennung bringt, sollte es also nicht nur bekannt sein, sondern auch der entsprechenden Marke zugeordnet werden können.