Intel und der BONG

Heute fiel mir die interessante Neu-Adaption des Intel-Soundlogos auf. Der Chip-Hersteller bewegt sich damit weg von der eher technisch klingenden Variante seines Audiologos zu einer sehr menschlichen Version, mit der sich die Firma - zumindest im Fernsehen - ein ganz neues Gesicht gibt: Hier singen echte Intel-Mitarbeiter den “Intel-Bong”.

Bei Youtube gibt es auch einen Hintergrundbericht zu dieser Kampagne.

6. Oktober 2009 - Posted in Werbemusik | | 0 Comments

Tide - (Cooler) Werbespot aus den USA

Bei meinem Aufenthalt in den USA habe ich gespannt die Werbung im Fernsehen verfolgt, immer in der Hoffnung etwas musikalisch Interessantes zu entdecken. Zum meinem Erstaunen fiel mir erstaunlich wenig Positives auf.

Lediglich ein Werbespot für Waschmittel ist irgendwie in meinem Kopf hängengeblieben. Das mag daran liegen, dass mich Waschmittelwerbung in Deutschland normalerweise gar nicht anspricht und in der Regel auch musikalisch nichts Besonderes zu bieten hat. Der Tide-Spot war da irgendwie anders: Die Musik in diesem Spot ist in keiner Weise aussergewöhnlich, sie passt aber einfach absolut “ins Bild”. Die Musik ist cool, die Lyriks passen zum Thema und die Bilder machen ebenfalls eindeutig klar worum es geht! Plötzlich ist Waschmittel cool - und wer mit kaltem Wasser wäscht und so Energie spart ist … na? Auch cool!

Der Song ist übrigens von den “Digable Planets” und heisst “Rebirth of Slick (Cool Like Dat)” (aus dem Jahr 1992 und immer noch soooo cool ;-) )

18. September 2009 - Posted in Werbemusik | | 0 Comments

Funktionieren Soundlogos?

Viele große Unternehmen setzen heute auf den Einsatz eines Soundlogos als Teil ihrer Corporate Identity. Große Konzerne wie die Telekom, Intel oder Audi machen es seit Jahren vor und vor kurzem zog beispielsweise auch Mercedes mit dem Einführen eines eigenen Audiosignet nach. Doch hat ein Soundlogo wirklich einen positiven Einfluss auf die Merkfähigkeit einer Marke?
Wer sich dafür interessiert, ob und welche Soundlogos tatsächlich funktionieren, sollte einmal die Seite des RMS (Radio Marketing Service) besuchen (RMS Soundlogo-Check). Der RMS, ein Zusammeschluss mehrer Radiosender zur Vermarktung von Radiowerbezeiten, führt in regelmässigen Abständen den sogenannten Soundlogo-Check zur Überprüfung der Bekanntheit sowie der Zuordnung von Soundlogos durch.

Das folgende Diagramm veranschaulicht die Ergebnisse für die Bekanntheit der Soundlogos von “Telekom”, “Audi” und “Das Örtliche”:

Diagramm RMS Soundlogo-Check

Sowohl Bekanntheit als auch Zuordnung des Telekom-Soundlogos haben stark zugenommen, während die des Audi-Soundlogos nach einer anfänglichen Zunahme sogar wieder abnahmen. Die Bekanntheit des Soundlogos von “Das Örtliche” blieb zwar konstant, aus den RMS-Umfragen geht jedoch hervor, dass die Zuordnung des Soundlogos zur richtigen Marke von zunächst nur 27% auf 47%  stieg.

Damit ein Soundlogo einen Vorteil in Sachen Wiedererkennung bringt, sollte es also nicht nur bekannt sein, sondern auch der entsprechenden Marke zugeordnet werden können.

18. Juli 2009 - Posted in Studien | | 0 Comments

Audi A5 - Cabriolet

Einen interessanten Ansatz für eine Autowerbung findet Audi mit dem Spot für das neue A5 Cabriolet. Der Werbespot hat keine Musik und vor allem auch keinen einzigen Autosound! Kein Motorröhren, kein Reifengeräusch, kein Klappern, einfach nichts - lediglich die Geräusche der Natur sind zu hören. Damit legt Audi den Schwerpunkt bei der Vermarktung des A5 Cabriolet eindeutig auf das Erleben des offenen Fahrens und weniger auf Sportlichkeit.

18. Juli 2009 - Posted in Sounddesign | | 0 Comments

Chor-Dirigieren mal anders - Dank des neuen Loewe Sound Systems

Wer würde sich das nicht wünschen? Es ist fast wie im Film (”Klick”, 2006): Ein ganzer Chor tanzt nach meiner Pfeife - und zwar auf Knopfdruck! Zu gerne würde ich diese Fernbedienung in die Finger bekommen und mich wie ein Kind freuen, wenn der Chor beim Betätigen des Balance-Knopfs anmutig nach links oder rechts tippelt.

Aber Spaß beiseite: Dank des neuen Loewe Soundsystems soll beim Fernsehen ja nun alles so realistisch wie nie zuvor klingen. Das wird durch diesen Werbespot eindrucksvoll und intelligent dargestellt: Wie sonst sollte jemand, der diesen Werbespot auf einem Otto-Normal-Fernseher mit Otto-Normal-Lautsprechern sieht bzw. hört, verstehen, WIE realitätsnah die Klangwiedergabe durch dieses neue Soundsystem eigentlich wirklich ist?

Zu schade, dass ich wohl in nächster Zeit aufgrund des Preises des Soundsystems nicht in den Genuss dieses einmaligen Klangs kommen werde. Ganz abgesehen davon bräuchte ich wahrscheinlich auch noch einen Fernseher und - nicht zu vergessen - die Fernbedienung von Loewe, damit der Chor wirklich nach meiner Pfeife tanzt. Für das Geld könnte ich mir, wenn auch nur für einen Tag, einen kompletten Chor buchen und ein wenig tippeln lassen. ;)

17. April 2009 - Posted in Werbemusik, Sounddesign | | 0 Comments

Ford - Ka - Schau mal genauer hin…

Schade eigentlich, dass Ford beim Einsatz der Musik für den neuen KA nicht besonders konsequent ist. Die Musik aus dem TV-Werbespot hat echten Ohrwurmcharakter und gibt dem Werbespot überhaupt erst Sinn, was den ganzen Spot sehr gelungen macht. Schaut man allerdings über den Tellerrand hinaus und besucht den KA einmal im Internet, ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Auf der Homepage des KA fällt auf, dass zwar am Grundprinzip “Schau mal genauer hin” festgehalten wird (”Find it”, “Schon entdeckt?”), musikalisch trifft man hier aber auf etwas ganz Anderes: Nämlich ein komplett anderes Musikstück! Die Hintergrundmusik der Webseite klingt fast wie aus einem alten C64 und man fühlt sich, als wäre man in einem Level der Giana Sisters gelandet. Zunächst könnte man ja glauben, das sei einfach nur irgendeine Hintergrundmusik, doch dieser Song taucht einfach überall wieder auf. Schaut man sich unter “Schon entdeckt?” die verschiedenen Videos an, begegnet man immer wieder der gleichen Musik - mal mehr, mal weniger ausproduziert. Und auch auf der Myspace Seite des KA ertönt wieder der gleiche Song.

Ich frage mich, warum der Song aus der Werbung nicht kampagnen-übergreifend eingesetzt wird, wo er doch so gut ins Konzept passt?

24. März 2009 - Posted in Werbemusik | | 0 Comments

Honda Civic Chor

Ja, ich weiß, der Spot ist schon etwas älter (2006), aber er gehört für mich sound- und musiktechnisch zu den genialsten Werbespots überhaupt: Auf die Idee, einen kompletten Spot mit Hilfe eines Chors zu vertonen muss man erst einmal kommen. Der Chor übernimmt das komplette Sounddesign und liefert auch eine kleine musikalische Einlage. Dank dieses ungewöhnlichen Ansatzes wird man sich sicher noch lange an diesen Spot erinnern.

Wer sich dafür interessiert, findet auf der offiziellen Homepage von Honda ein ‘Making of’ des Spots (Intro bei Bedarf skippen und dann unten auf “Watch” klicken).

3. März 2009 - Posted in Werbemusik, Sounddesign | | 0 Comments

Wie, wo, was weiß OBI!

Ich muss zugeben, seit diese Werbung läuft, geht sie mir gehörig auf die Nerven. Aber ich muß ihr auch zugestehen, dass Sie durch die Abwandlung des Queen-Klassiker “We will rock you” auf jeden Fall im Gedächtnis hängen bleibt - sei es nun aus positiven oder negativen Gründen. Zwar lassen die Sangeskünste der OBI-Mitarbeiter was Ton- und Taktsicherheit angeht doch arg zu wünschen übrig, trotzdem entwickelt sich, wahrscheinlich auch gerade deswegen, eine charmante Fußballstadion-Atmosphäre, die einfach alle mitreisst. Ob das nun gefällt oder nicht, sie dahingestellt, funktionieren tut es allemal.

9. Februar 2009 - Posted in Werbemusik | | 0 Comments

Volkswagen Passat CC - anmutig wie ein Zahnarztbohrer

Dieses Geräusch weckt bei manchem tiefste Urängste - vielleicht fühlt man sich deshalb genötigt, bei dieser Werbung einfach hinzuschauen. Dieser Spot weiß die Aufmerksamkeit der Zuschauer wirklich geschickt zu lenken.

1. Faktor: Zahnarztbohrer
Jedes Mal, wenn dieser Spot läuft, muss ich einfach zum Fernseher schauen, auch wenn ich das Zahnarztbohrer-Geräusch eigentlich eher als nervig und potentiell kopfschmerzverursachend empfinde.

2. Faktor: Gruppenzwang
Alles schaut zum Auto - Gärtner, Kind, Passanten - ich auch! Das bemerke ich allerdings erst hinterher, als ich die Frage nach der Frau mit dem Leoparden schon fast beschämt mit “Nein” beantworten muss.

3. Faktor: Linksdrall
Alle gucken nach links und überwiegend fährt auch das Auto nach links - besonders gegen Ende des Spots. Kein Wunder, dass man so die Frau mit dem Leoparden auf der rechten Seite im Halbschatten schnell mal übersieht.

4. Faktor: Beim nächsten Mal gucke ich genauer hin
Die Macher können sich ziemlich sicher sein, dass die Zuschauer beim nächsten Mal noch genauer hinschauen werden.

Und was bleibt als Message hängen? Dieser Passat ist einmaliger und ungewöhnlicher als eine Frau, die mit ihrem Leoparden auf der Strasse Gassi geht, das ist wahrhaft: Das Auto!

Musik: Trentemoller - Into the Trees

19. Januar 2009 - Posted in Sounddesign | | 0 Comments

Orbit Balance setzt auf Momente der Ruhe

Gerade bin ich beim Spiefilmschauen eingeschlummert, da reißt mich auch schon wieder die unverschämt laute Werbung aus den Träumen. Diese Prinzip funktioniert ganz hervorragend: Die Werbung weckt mich wie mit 2 Ohrfeigen und will mich so auf sich aufmerksam machen: “Los, schau Dir gefälligst die Produktinformationen an!”

Ich nutze die Zeit und lasse mir von meiner Freundin eine kurze Zusammenfassung dessen geben, was ich gerade verschlafen habe. Doch plötzlich muß ich zum Fernseher schauen: “Geht’s etwa schon weiter?” Es ist auf einmal ganz still geworden, meine Freundin muß nicht mehr gegen die lauten Werbespots anbrüllen. Ich schaue auf die Mattscheibe und sehe einen grünen Hintergrund mir weißer Schrift “Ein Moment der Ruhe”. Im Anschluß eine Packung Orbit Kaugummi mit sanften Gitarrenklängen und ein paar gesummte Töne. Das hat gesessen. Ich mußte unwillkürlich zum Fernseher schauen, da dieser unerwartete Moment der Ruhe mich völlig aus dem gewohnten Werbetrott gerissen hat.

Den Machern ist es mit diesem Spot gelungen, die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erregen. Ein gutes Beispiel dafür, dass bei der heutigen Reizüberflutung manchmal einfach weniger mehr ist.

2. Juni 2008 - Posted in Werbemusik | | 0 Comments